Ich wäre nicht gekommen

The artistic work often function rather like diaries for me, they allow me to capture and concentrate in pictures that which personally  occupies me. For me, this creates a very private biographical language, which enriches and interweaves my own experiences with fictional narratives and in this way develops  a transformed, and sometimes unreal and paradoxical life of its own.

© Manuel Kaufmann


The film series Ich wäre nicht gekommen [I would not have come] (ongoing, 2016) is based on my experience of working as a translator at an NGO. The women there tell their story and I translate that. My role is solely to translate that back and forth between patient and therapist. My own consternation remains largely outside the frame. These stories are used by me as a basis for staging myself  using the languages Arabic, Russian, German. They  are emotional images of the women in me.”

Die künstlerische Arbeiten funktionieren für mich oft wie Tagebücher in dem sie mir ermöglichen, das was mich innerlich persönlich beschäftigt, in Bildern einzufangen und zu konzentrieren. Dabei entsteht für mich eine sehr private biografische Sprache, die durchaus meine Erlebnisse mit fiktiven Narrativen anreichern und verweben und so ein transformiertes, manchmal unwirkliches und paradoxes Eigenleben entwickeln. 

In der Arbeit “ich wäre nicht gekommen”  liegen die Erfahrungen meiner Übersetzungstätigkeit in einer NGO zugrunde, die von Krieg, Entwurzelung, Gewalt, Armut und Flucht traumatisierten Menschen psychologischen und therapeutischen Beistand leistet. Die Frauen dort erzählen deren Geschichte und ich Übersetze das. Meine Rolle besteht ausschließlich darin, das hin und her zu übersetzen zwischen Patient und Therapeut. Meine Betroffenheit bleibt dabei weitestgehend außen vor.

Die nachklingenden biografischen Schicksale von Frauen werden von mir als Grundlage verwendet. In Reinszenierungen entstehen, in den von  mir als Dolmetscherin benutzten Sprachen Arabisch, Englisch, Russisch und Deutsch fiktiv, dokumentarische Filmdokumente, Sie sind die emotionalen und empathisch Abbilder der Frauen in mir.-

CC-BY: Alexandar Großmann